Mit Verzögerung ins Glück
Drei lange Wochen bzw. zwei freie Wochenenden mussten die Spieler der SG über sich ergehen lassen, ehe sich am vergangenen Wochenende die Chance auf den nächsten Heimsieg und Wiedergutmachung für das verpatze Derby bot.
Partien gegen die abgezockten und erfahrenen Gäste aus Eppelheim waren in den letzten Jahren immer als hochspannend zu bezeichnen gewesen.
Nachdem sich in der Reihen der SG im Laufe der Woche zusätzlich auch das unerwartete Comeback des verlorenen Sohnes David Zimmermann angebahnt hatte, schienen die Vorzeichen für die Hausherren gut zu stehen.
Doch mit Spielbeginn zeigt sich, dass es den Akteuren in Schwarz und Grün nicht so leicht zu fallen schien, die lange Pause aus den Knochen zu schütteln. So agierte man wenig zielstrebig und vor allen Dingen ohne den nötigen Zugriff in der eigenen Deckung und so liefen die „Crows“ sehr schnell einem Rückstand hinterher.
Die ein oder andere Umstellung von Daniel Kirsch brachte im Laufe des ersten Durchgangs die nötigen Verbesserungen, weswegen sich beide Teams in absoluter Schlagdistanz in die Halbzeitpause begaben.
Nach Wiederanpfiff schien der Faden auf Seiten der „Crows“ zunächst wieder gerissen zu sein, doch mit fortschreitender Spieldauer gelang es schließlich, den Rückstand immer mehr zu verkürzen und nach 47 Minuten unter dem Jubel der Fans in die erste eigene Führung zu verwandeln (25:24).
In der turbulenten Schlussphase sahen die Zuschauer eine Partie, die sich durchgängig auf des Messers Schneide bewegte. Erst in den letzten 60 Sekunden konnten die Hausherren zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung gehen und brachten diesen Vorsprung mit Glück und Geschick über die Zeit.
Unter dem Strich bleibt ein wichtiger und mit großem Willen erkämpfter Heimsieg gegen einen direkten Tabellennachbarn.
Der Auftakt in den Schlussspurt vor der Weihnachtspause ist damit gemacht und findet am kommenden Sonntag in Hockenheim seine Fortsetzung.
Es spielten: Jan Heuser, Matthias Friedrich Willy Stumm (Tor); Patrick Hofmann (4), Daniel Troltsch (2), Paul Dannenmaier (1), Pierre Ehnis (1), Maximilian Dür (4), Gabriel Oertel (3), Lasse Zeh (1), Eric Edelmann, Tim Lang, Sam Schindler (3/2), Jacob Hesselschwerdt (2), Tim Schneider (1), Luis Hernandez (1/1), David Zimmermann (5)
